Fast anderthalb Jahre nach der Operation: Ein fast schon normales Leben

Ich habe nun die vierte Nachsorgeuntersuchung hinter mir und bin glücklich wieder vorwiegend Positives berichten zu dürfen.
Die Magenspiegelung lies ich wieder im Dämmerschlaf durchführen (Ende Oktober). Beim letzten Mal hatte ich mein Auto dabei und musste es bewusst durchführen lassen, was nicht so angenehm war. Ich spürte wie der Schlauch am Magenausgang ankam. Aber ansonsten kein Problem. Jetzt konnte ich es wieder mit Dämmerschlaf durchführen, was sehr angenehm ist. Ein schöner Schlaf , mittlerweile freue ich mich deswegen schon fast auf jede Magenspiegelung. Es ist auch ein schönes Gefühl die vertrauten Ärzte wieder zu sehen, sie machen Ihre Arbeit sehr einfühlsam und professionell - ich hatte nach all den vielen Magenspiegelungen in den letzten fast 2 Jahren nie Probleme.

Das Ergebnis war etwas getrübt. Bei den letzten beiden Magenspiegelungen hatte ich nur eine leichte Entzündung des Restmagens. Diesmal war sogar die Speiseröhre stark entzündet. Ausgerechnet die Nahtstelle, wo der Magen mit der Speiseröhre operativ verbunden wurde, war auf der Aufnahme sogar blutig. Wie konnte das kommen? Vielleicht war ich zu leichtsinnig, weil ich mein Bett nicht stark genug erhöhte? Vielleicht genügen eine Bettdecke und 2 Kopfkissen als Unterlage immer noch nicht? Ich vereinbarte mit meinem Arzt, dass wir die Dosis Pantozol 40 verdoppeln und drei Wochen später eine erneute Magenspiegelung durchführen wollen. Als zusätzliche Maßnahme erhöhte ich die Neigung meines Lattenrostes nun doch auf die höchstmögliche Höhe - auf der langen Seite (wie im Buch "Leben nach MagenOP" beschrieben ) und schob noch zusätzlich eine Holzlatte (12x12x90 cm) unter. Um nicht allzustark nachts abzurutschen, lege ich wie immer auch noch eine Bettdecke und ein Kopfkissen unter meinen Oberkörper auf die Matratze. Ich komme so auf einen Neigungswinkel des Bettes von ca. 40 Grad. Es ist nicht angenehm so zu schlafen, aber ich habe bisher keine bessere Lösung gefunden. Wenn man einen Lattenrost verwendet, welcher eine Erhöhung in der Mitte ermöglicht (abgestütztes Hinterteil), würde man wohl nicht abrutschen, aber man sitzt so schon fast im Schlafen. Wenn alles nichts hilft werde ich mir wohl doch irgendwann einmal einen solchen Lattenrost (3-fach verstellbar) besorgen und aufbauen müssen. Leider wird man in dieser Lage restlos auf den Rücken fixiert und kann sich überhaupt nicht mehr auf die Seite drehen. Ich möchte nicht im Sitzen schlafen und werde weiter experimentieren.

Die zweite Magenspiegelung am 21. November brachte dann das erhoffte Ergebnis: es lag nur noch eine leichte Reizung der Speiseröhre vor und eine Gewebeentnahme wurde auch vorgenommen. Ich muss mir nun überlegen, wie ich mit den Medikamenten weitermache. Die doppelte Dosis Pantozol 40 (als die im Beipackzettel angeratene) für den Rest meines Lebens kann doch auch keine Lösung sein?

Das MRT vom 19. November ist sehr positiv ausgefallen - Es konnte kein Anzeichen für Krebs in meinem Körper gefunden werden. Die Gewebeprobe von meiner letzten Magenspiegelung ergab auch keinen Krebsbefund.

2. Dezember 2008